In der meisten Zeit (so kommt es mir zumindest vor) schleppt man sich von einen Tag zum anderen, erledigt seine Aufgaben und ist froh, wenn man abends im Bett liegt, nur um am nächsten Tag wieder die gleiche Scheiße zu erleben. Ich frage mich dann: "Wozu das ganze?" Wozu verlebt man jedesmal seinen verplanten Tag und wird es vorraussichtlich bis an sein Lebensende so weitermachen?
Damit will ich jetzt nicht irgendwelche Suizidgedanken hier verbreiten. Mir geht es einfach darum, dass mir manchmal die Welt mit all ihren Menschen und all den ätzenden, sich täglich wiederholenden banalen Dingen tierisch auf den Sack geht. Als Konsequenz darauf verlege ich meine Kräfte auf die Flucht und verbringe jede freie Minute damit, mich vor den PC zu hocken, Bücher zu lesen etc. und verstecke mich in "fremden Welten" vor der Realität.
So, jetzt wo ich das los bin frage ich mich, ob das überhaupt einen interessiert.
Geht euch das auch so, oder bin ich ein einzelnes, verirrtes Schäfchen? Die Selbsthilfegruppe ist eröffnet!!!
Mich interessierts und mir gehts auf jeden Fall auch öfters so. Zur Zeit ist das bei mir etwas anders, da ich uneingeschränkte Freizeit habe und mein Leben zumindest nicht allzustark eingeschränkt ist, aber zumindest kenne ich dieses Gefühl zur Genüge. Auch das Flüchten in "fremden Welten" mach ich oft genug.
Die Frage nach dem 'Sinn des Lebens' wird nur jeder für sich selbst beantworten können, wenn überhaupt. Da gibts sicherlich keine pauschale Antwort drauf. Manche mögen sagen, daß es keinen Sinn gibt, andere, daß die Suche nach dem Sinn das eigentliche Ziel ist, und wiederum andere mögen von sich sagen, daß sie ihre Bestimmung wirklich gefunden haben.
Sicher ist eines: Daß der Sinn des Lebens sich im Laufe der Jahre für eine Person ändern kann.
Was ich für mich herausgefunden habe: Ich werde niemals mein Leben selbst beenden oder fahrlässig in Gefahr bringen. Irgendwann werde ich mich damit abfinden müssen, daß auch ich sterbe, aber noch hänge ich mit allen Krallen am Leben.
Ich könnte mir vorstellen, daß mein persönlicher Sinn irgendwann darin bestehen wird, mit einer Frau zusammenzuleben und ihr ein glückliches Leben zu ermöglichen, oder daß ich generell irgendwann meine eigenen Bedürfnisse zurückstecken werde, um anderen eine bessere Chance zu geben.
Aber momentan lebe ich einfach das Leben (glaubt mir, ich tus, auch wenn ich nicht so aussehe) und genieße diese kleinen Momente, die das Schicksal so bietet.
Das mit dem von Tag zu Tag schleppen kann ich verstehen, da gehts mir nicht besser. Allerdings bin ich jetzt seit drei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir wohnen auch zusammen. Ich freu mich einfach nach dem Feierabend oder am Wochenende das ich mit ihr zusammen sein darf. Dann wird was unternommen oder einfach den ganzen Tag geschlafen. Meine zweite Freundin ist wohl mein PC. Und meine Bücher. Und meine Gitarre, manchmal. Dabei kann man am besten Abschalten und den Scheiß der in dieser Welt geschieht kurz vergessen.
Hört einfach auf zu denken dann gehts euch auch so gut wie mir!!
wo er recht hat hat er recht *g* also ich finde auch daß man sich net zu viele gedanken machen sollte sondern einfach machen wonach einem gerade ist. nachdenken kann man auch nachdem man was getan hat. learning by doing *gg* naja türlich gibbet immer sachen die einem den kopf zerbrechen aber man kann auch was kaputt denken und sich da reinsteigern.
Das stimmt allerdings. Aber es ist nicht immer so einfach, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, wenn man sich mal in eine Gedankenkette 'hineingefressen' hat.
Da hilfts meist nur, Abstand und eine völlig neue Perspektive auf dasselbe Problem zu gewinnen. Wie das allerdings dann aussieht, ist natürlich von der Situation abhängig und, wie gesagt, nicht ganz einfach.
Im übrigen wollte ich noch anmerken, daß die Frage nach dem Sinn des Lebens von allen Philosophen (das sind wir alle, aber es gibt ebend welche, deren niedergeschriebene Gedanken berühmt geworden sind) jeweils anders beantwortet wurde. Was ihnen allen aber gemein ist, ist die Aussage, daß es keine endgültige Antwort darauf geben wird.
Und trotz alledem ist es doch bezeichnend, daß sich viele Menschen darüber Gedanken machen. Es scheint also einen gewissen Wert oder Wichtigkeit für jeden einzelnen zu haben.
Argh, tut mir leid. Ich baue wieder Wände hin, wo keine sein bräuchten.
Vielleicht arbeiten; aber sonst wohl saufen saufen saufen; ficken ficken ficken und was es sonst noch gibt!!!
Puh, ein heftiges Thema hat der Herr hier angeschnitten. Den Sinn des Lebens hab ich auch noch nicht gefunden, und manchmal gehts mir wie dir: Man fragt sich wozu der Scheiss? Aber ich kann den anderen nur zustimmen: Jeder muss mit sich selbst ausmachen was sein Lebenssinn ist. Zum Thema Philosophen: Ich glaube auch das jeder ein Philosoph ist und zwar ein besserer als die sogenanntem "grossen" Philosophen. Ich kenne zwar nur die aus unserm Philobuch in der schule aber wenn ich mir die Texte durchgelesen habe bin ich immer nach 5 minuten nachdenken zu dem schluss gekommen, das hier jemand seitenweise Müll verzapft.
Ich denke, das liegt vorallem auch daran, dass jeder seine eigene Meinung hat und niemals in allen Details gleicher Meinung sein kann wie die Herren Oberklug in den Philobüchern. Es gibt höchstens ein paar, die eine solche Meinung übernehmen, um schlau zu wirken und sagen zu können: "Ja, ich kenn mich aus mit den großen Denkern der Zeit! Ich muss also klug sein!" Ausserdem glaube ich nicht, dass jemand durch sein Leben wandeln kann, ohne sich Gedanken dazu zu machen, um jetzt noch mal auf den Vorschlag von Kudramis zurückzukommen, aber ich glaube, dass war auch nicht so ganz ernst gemeint.
Wer hat den heut zu tage noch philo in der schule das sind doch eh alles sucker ohne ende!!!