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Normale Version: Wirtshaus 'Zum geschlachteten Keiler'
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Lärm und Gestank erfüllten das Wirtshaus 'Zum geschlachteten Keiler'.
Matrosen, reisende Händler, Söldner, Vagabunde und andere Reisende füllten den großen Schankraum. Leicht bekleidete junge Frauen servierten Bier, Wein, Fleisch und Brot. Die Stimmung war ausgelassen und die Menschen erfreuten sich an Würfelspielen und geselliger Unterhaltung. Elfen waren keine zu sehen, doch eine kleine Gruppe von Zwergen saß an einem kleinen Tisch und sang gröhlende Lieder in der bellenden, lauten Sprache des kleinen Volkes.
An einem Tisch, der von den anderen Gästen der Taverne gemieden wurde, saß ein großer, breitschultiger Mann, dem man die Herkunft aus den Nordlanden an seiner Kleidung und an seinem Gesicht ansehen konnte: Kurgan CarCon. Warum er gemieden wurde, war leicht ersichtlich. Sein Blick war finster und grimmig, und sein Atem stank nach zu viel Alkohol.
"Heh!" grölte er durch den Raum. "Noch ein Bier!"
Eine Schankmaid kam und setzte ihm einen weiteren Humpen des dunklen Gebräus auf den Tisch. Nachdem er sie mit einer Kupfermünze entlohnt hatte, machte sie sich wieder davon.
Der Blick des Barbaren löste sich von dem drallen Gesäß der hübschen Frau und schweifte durch den Schankraum....
...als er prompt an der Tür hängen blieb, die sich gerade öffnete und eine schwarzvermummte Gestalt freigab, die aus dem Regen in die Schenke stapfte. Der Neuankömmlig trug einen langen schwarzen Mantel und nahm nun die Kapuze ab und entblösste ein Gesicht das den Babar angrinste. Wenn Kurgan nich so fürchterlich betrunken gewesen wäre, und nich schon gespürt hätte das sowas passieren würde, wäre er wohl vom Stuhl gefallen. Sein Blutsbruder Dakyras tauchte so plötzlich nach einem Jahr Abwesenheit hier auf.
Der andre schlug derweil sein Mantel zurück, drehte den Stuhl Kurgan gegenüber und setzte sich, die Arme auf den Tisch gelehnt. Mit breitem Grinsen sagte Kurgans Gegenüber: "Wusste ich doch das ich dich hier finde! In der ganzen Stadt gibt es nur einen Kneipe die deinen ganz spezielen Ansprüchen gerecht wird."
"Was hat dich dazu gebracht zurückzukommen? Ich mein erst ein Jahr spurlos verschwinden und dann hier auftauchen!" gab der mittlerweile wieder nüchterne Barbar von sich.
" Danke mir gehts prächtig! Ich musste einige Dinge aus meiner Vergangenheit regeln, die haben mich etwas mehr Zeit gekostet als ich dachte, ausserdem brauchte ich etwas Zeit dich wiederzufinden! Aber lassen wir die Vergangenheit erstmal ruhn, von jetzt an hatte ich eigentlich daran gedacht wieder mit dir ein paar Dinger zu drehn und dem Ziel von unermesslichen Reichtum etwas näher zukommen." sagte Kurgans Gegenüber.
Im Prinzip freute sich Kurgan seinen Blutsbruder wiederzusehn, er war einer der ganz wenigen Menschen (allem andren vertraute er sowieso nicht!) , wenn nich der Einzige dem er rückhaltlos vertraute, mit ihm hatte er schon so manches Abenteuer bestanden. Er hatte zwar immer das Gefühl das sein Bruder etwas unfähig war aber er hatte sich als guter Gefährte erwiesen und hatte ihm schon manches mal aus der Patsche geholfen (in keinem Vergleich zu den Rettungsaktionen zu den Kurgan schon genötigt worden war, jedenfalls die die im Moment in seiner Phantasie rumschwirten ), aber vorerst würde er den Beleidigten spieln um seinen Bruder dazu zwingen das Bier zu bezahlen, dachte er mit einem inneren Grinsen. So begann einer der typischen feucht fröhlichen Abende die beide so schätzen gelernt hatten. So begannen sie sich über den groben Verlauf des vergangen Jahres auszulassen. ...

ps: Bitte keine spamposts! nur ernsthaft die Geschichte weiterfürhn!
"... Als ich also diesem fetten Ork erstmal in den verweichlichten Hintern getreten hatte,..."
Kurgan unterstrich seine Aussagen mit übertriebener Gestik und wankte schon leicht auf der Holzbank sitzend. Dakyras hörte zu, doch der leicht nach oben geschwungene Mund zeigte an, daß ihm das protzige Gehabe des Barbaren nur zu gut bekannt war. Wahrscheinlich würde er beim nächsten mal behaupten, daß es drei oder gar dutzend Orks gewesen waren, dachte er sich.
Ein leichter Hauch streifte den Rücken von Dakyras Waylander. Blitzschnell stand er auf, die schwarze Klinge wie von Geisterhand in seiner Hand und die Spitze auf die Kehle eines schmächtigen, kleinen Mannes zeigend. "Nehmt eure Hand da weg, Dieb. Und nächstes mal sucht euch einen, der es nicht bemerkt!"
Schweiß lief an der Stirn des kleinen Mannes herab, und er wollte ein paar Schritte rückwarts machen, doch dabei prallte er gegen einen breiten Kerl, der hinter ihm stand und unschwer als Söldner zu erkennen war.
"Den kenne ich. Der ist friedlich. Vergreift euch nicht an unschuldige Menschen, Fremder!"
Ein Krachen war zu hören, als Kurgan beim aufstehen die Bank umstieß, auf der er gesessen hatte.
"Halt die Fresse! Wenn mein Bruder sagt, daß es so ist, dann ist dem so!" donnerte er durch den Raum.
Der Söldner beachtete ihn nicht sondern sprach stattdessen immer noch an Dakyras gewandt: "Macht hier keinen Ärger und verschwindet lieber. - Und nehmt euer Schwein dort mit." Dabei zeigte er auf Kurgan. "So, wie es aussieht, müßte es mal wieder gewaschen werden."
Das war zuviel. "Aaaargggh!" grunzte Kurgan. Einer der schweren Bierkrüge flog durch die Luft und prallte gegen die Stirn des Söldners.
Dakyras stand nun frei vor dem Söldner, da der kleine Dieb geistesgegenwärtig die Flucht gesucht hatte, und trat dem kräftigen Mann in die Weichteile. Ein heulendes "Uhhhuhu!" war als Antwort zu vernehmen.
Innerlich überlegte er blitzschnell, ob er die Waffe wegstecken sollte oder nicht, während Kurgan Fäuste schwingend auf den Söldner und ein paar von dessen Kollegen zurannte.
... Doch bevor Kurgan auch nur anfangen konnte dem Söldner etwas mehr Höflichkeit einzuprügeln, öffnete sich auch schon die Tür und ein Trupp Wachen kam herein, die zuvor von dem Wirt gerufen worden waren. "Was ist hier los?" bellte ihr Anführer in den Raum hinein. Er war ein übelgelaunter Kerl, dessen Gesicht eine hässliche Narbe überzog. Er schien nicht sehr erbaut darüber zu sein, seine Pflicht als Stadtwache ausfüllen zu dürfen. "Der da hat uns grundlos angefallen!!!" Piepste der kleine Dieb aufgeregt und deutete abwechselnd Auf den Babaren und den Mann in dem dunklen Mantel. "Das ist eine Lüge!" schrie Kurgan aus und sein Gesicht verzehrte sich dabei vor Wut. "Der da" er deutete auf den kleinen Kerl "wollte meinen Freund hier bestehlen!!!" Dabei drehte er sich mit einer heftigen Bewegung zu ihm um. Das schien zu viel für den stark angetrunkenen Babaren gewesen zu sein. Er schwankte und fiel rücklings auf den Boden. "Da seht ihr es!!!" schrie der Söldner nun "Dieses völlig besoffene Monstrum ist eine Gefahr für uns alle! Völlig grundlos hat das Schwein den unseren kleinen Freund hier angefallen!" beschützend stellte er sich vor den Dieb "Aber, was will man von so einem wie diesem Tier schon anderes erwarten?" Der Anführer der Stadtwache schien keine Lust zu haben weiter zu diskutieren "Nehmt sie alle fest und steckt sie zum Ausnüchtern in die Zelle!" befahl er. Daraufhin..
...lies sich Dakyras wütend festnehmen, aber das war wieder eine der typischen Situationen die sich in so ziemlich jeder Kneipe abspielten in die Er und Kurgan einkehrten, darüber ob sie den Ärger einfach nur anzogen oder ihn verursachten machte er sich erstmal weiter keine Gedanken. Normalerweise wahren sie immer gut in der Lage gewesen mit einem Haufen besoffener Söldner fertig zu werden, allerdings nicht wenn Kurgan zu betrunken war sich wiederhochzukriegen!
Nachdem sie nach draussen geführt worden waren , passte er einen Augenblick ab in dem er dem Anführer der Stadwachen nahe genug kam um ihm etwas zuzustecken. Dakyras lies keinen kleinen Beutel Gold in die Tasche des Unteroffiziers fallen und zischte ihm zu:
"Lass mich und meinen Freund an der nächsten Ecke laufen! Ich sorg schon dafür das er keinen Ärger mehr macht!" Der Angesprochene wog kurz und unaufällig den Beutel in seiner Tasche und nickte dann.
Selbstgefällig grinsend beglückwünschte sich Dakyras selbst das er für solche Fälle immer ein Beutel Kupfer mit nach obenliegenden Goldmünzen dabei hatte. So konnte er seine Verluste reltiv klein halten, allerdings sollten sie dem Unteroffizier besser nich noch einmal begegnen.
Nach hundert Metern lies die Stadtwache sie unter dem Gepläre der andren Gefangenen laufen. Dakyras schleifte seinen für solche Fälle defenitiv zu schweren Blutbruder zurück zum Stall der Schenke die sie grad verlassen hatten. Mit einem Grinsen im Gesicht tauchte er nun den Kopf des Barbaren tief in eine der Pferdetränken. Das brachte Kurgan dann auch endlich wieder zur Besinnung...
"Uargh!" Kurgan schüttelte wild seinen Kopf und die nassen Haare flogen ihm um die Schultern.
"Verdammt! Ich sollte nicht .. hicks ... den ganzen Tag in einer Taverne verbringen."
Er nahm unbeholfen das Schlachtbeil von seinem Rücken und legte es auf den Boden. Dann sackte er zusammen und sein Kopf krachte auf den Boden. Kurze Zeit später war nur noch ein lautes Schnarchen zu hören.
Dakyras lächelte und breitete seinen Mantel auf einem gemütlichen Heuballen aus. 'Heute ist nicht mehr viel anzufangen', dachte er sich. Er legte sich ebenfalls schlafen. Wie es seine Art war, blieb er trotzdem wachsam und wäre sofort aufgewacht, wenn jemand den Stall betreten hätte. Doch sie blieben unbehelligt.
.............
Am nächsten Morgen wurden beide durch das Geschrei und Gezeter eines alten Mannes geweckt, der sein Pferd sattelte. Sie wuschen sich an der Pferdetränke und nahmen ihre Sachen wieder an sich.
Kurgan hielt sich zwischendurch die Hand an die Stirn und grunzte etwas unverständliches. Dakyras lachte und der Barbar warf einen grimmigen Blick hinüber zu seinem Blutsbruder. "Ach, laß uns was essen gehen."
So machten sie sich auf zum Marktplatz, um die Stadt und die Wunder der zivilisierten Welt zu genießen.
Nachdem Kurgan ein ganzes Huhn runter geschlungen hatte spülte er mit einem Krug Wasser nach. Dakyras hatte sein Frühstück nun ebenfalls beendet und so machten sie sich daran
erst mal eine anständige Herberge zufinden wo sie ihre Pferde stehn lassen konnten, und die ihnen als Basis für ihrer Streifzüge in die Statd dienen konnte. Dakyras kannte sich mehr als gut genug in Städten aus um sofort eine ihrern Ansprüchen gerechte, versteckte, kleine Herberge zufinden. Das Fehlen eines Schankraums rief Kurgans Protest hervor doch Dakyras argumentierte das sie so sehr viel weniger Gefahr liefen sich mit dem Herbergenbesitzer einen Streit wegen zerstörter Inventur zu liefern.
Nach einer kurzen Pause machten die beiden sich in voller Montur in die Stadt auf. Ein Streifzug durch das Händlerviertel bescherte einige neue Erungenschaften. Nach fast zwei Stunden kammen sie an einer grösseren Menschansammlung, sie konnten weder sehn noch hören was im Zentrum vorsichging, aber neugierig bahnte Kurgan sich nicht gerade sanft ein Weg durch die Menge, Dakyras immer direkt hinter ihm. In der Mitte stand ein kleiner,rundlicher Mann der heftig schwitzte und so laut er konnte, offensichtlich eine Predigt hielt. Er trug eine reichverzierte, schwarzlila Robe und war von zwei in den selben Farben gekleideten Wachen flankiert.
Er predigte etwas von einer neuen Religion und ähnliche Dinge, er rief alle Menschen auf zu seinem Tempel zu kommen um den wahren Gott zuhuldigen, er beschrieb seine Religion in den buntesten Tönen. Er war ein guter Redner und die meisten der Umstehenden wurden in seinen Bann gezogen. Kurgan wurde das Gefühl nicht los, das bei der ganzen Sache Magie im Spiel war. Gerade als die beiden gelangweilt wieder gehn wollten wurde die Menschenansammlung von einem Kontingent Stadtwachen verstärkt von Priestern und Tempelwachen des Sonnengottes Xan eingekesselt, offensichtlich sahen sie es nicht gerne wenn jemand in ihrem Revier wilderte oder ihm nur zugehört wurde. Kurgan versuchte aus der Menschenmenge heraus zu kommen aber es war vergeblich, die Stadtwachen hatten die Menge eng zusammengetrieben und es gab kein Entkommen vom Zentrum, eine agressive Spannung breite sich aus die nun auch noch vom Redner des neuen Kultes angeheizt wurde...
"Sehet, wie sie euch behandeln wie Vieh! In ihren Augen seid ihr keine würdigen Menschen. Nein, in ihren Augen seid ihr nur Lehm, der sich beliebig formen läßt. Sie nehmen euer Gold, sie nehmen eure Freiheit. Und was geben sie euch dafür? Ich frage euch, was geben sie euch dafür? - Nichts, rein gar nichts. Nur hohle Versprechungen auf ein besseres Leben nach dem Tod, daß ihr mithilfe meines Gottes NIRKAS auch hier auf Erden haben könntet. - Verflucht seien sie, lehnt euch auf Menschen, folgt eurem wahren Schicksal!"
Die Menge tobte. Die Stadtwachen und Priester Xans hatten alle Mühe, sich ihrer zu erwehren. Schließlich warf jemand einen Stein, dann noch einen, eine der Wachen rammte einen Bürger mit seinem Schild zu Boden, und die entfesselte Menge war nicht mehr zu halten. Sie stürzte sich auf die Soldaten und die angeblichen 'Scharlatane'. Das erste Blut wurde vergoßen, kleine Kinder unter Masse der Menschen zertrampelt. Kurgan und Dakyras schien es wie in einer Schlacht.
Sie hatten nun etwas Freiraum und nahmen ihre Waffen in die Hände. Mißtrauisch beäugten sie die Umstehenden. Sie hatten keinerlei Bedürfnis, sich an dem Tumult zu beteiligen, und gingen langsam einige Schritte rückwärts, um sich von dem Gedränge zu entfernen.
"100 Goldstücke, wenn ihr mich hier heil rausbringt." Dakyras und Kurgan drehten sich blitzschnell um. Der Redner in seiner lila-schwarzen Robe war von dem Podest heruntergestiegen und stand vor ihnen. In seiner rechten Hand wiegte er verführerisch einen schweren Geldbeutel und steckte ihn dann wieder in die Robe.
Schwarze Augen fixierten den Priester drohend, doch Dakyras war schneller mit der Antwort: "Abgemacht. - Folgt uns. Dort entlang." Er hatte inzwischen einen guten Überblick über die Situation und erkannte eine passende Stelle, an der sich nur wenige Menschen drängten.
Der Priester hechelte mit seinen Wachen zusammen hinter den beiden Blutsbrüdern her.
Es waren nur zwei der Soldaten, die die Flucht des Aufwieglers bemerkten, und sie stellten sich der Gruppe entgegen. Beide in Kettenrüstung gekleidet und mit Langschwertern bewaffnet. Ohne große Umstände begann der Kampf. Dakyras duckte sich unter einem Schlag hinweg und seine schwarz-silberne Klinge riß den Magen des Soldaten auf, durch Ketten, Haut und Fleisch hindurch. Blutend, seine eigenen Gedärme mit Händen haltend, sackte dieser zusammen.
Kurgan warf sich auf den anderen Gegner. Dessen Schwert zuckte an der linken Hüfte des Barbaren vorbei und riß das Fleisch auf. Doch der Gegenschlag wurde dadurch nicht gebremst. Das schwere Schlachtbeil krachte in den Kopf des Unglückseligen und spaltete ihn. Blutrote Masse spritzte umher.
Der Nordlandbarbar ruckte an dem Stil der Axt und bekam sie wieder frei. Mit weiten Schritten rannten er und Dakyras der Gruppe hinterher, die schon weitergelaufen war. Die Wunde an der Seite schmerzte, doch er ignorierte sie.
Dakyras übernahm wieder die Führung der Gruppe. Er wußte, daß er in Städten jedweden Verfolger abschütteln konnte.
Nach dem sie sicher sein konnten nicht mehr verfolgt zu werden,
ging der Priester voran bis sie in einem Mittelständischen Stadtteil angekommen waren. Der Priester führte sie zu einem grossem Haus das nach aussen hin den Anschein erweckte einem Handwerksmeister oder Kaufmann zu gehören. Der Priester öffnete die Tür drehte sich noch einmal und dankte für die Hilfe.
"Ich glaube ihr habt etwas sehr wichtiges vergessen!"
meinte Dakyras mit der Hand am Schwert. Kurgan zückte demonstrativ sein Schlachtbeil. "Ach die Bezahlung, nun, geht mit NIRKAS Segen das is wesentlich mehr wert als euer Gold, und nun muss ich mich verabschieden!" sprachs und schlug die Tür hinter sich zu. Nur seine beiden Wachen standen noch vor der Tür und machten ein grimmiges Gesicht. Kurgan wollte schon aus purem Frust die beiden Wachen zu ihrem Gott schicken, allerdings sah sogar er das zuviele Leute jetzt schon neugierig auf sie starrten. Dakyras zog ihn so gut es ging von dem Haus weg.
Sie gingen einige Meter und blieben hinter einer Ecke stehn, "Verflucht sei dieser dreckige Hurensohn! So leicht kommt mir der nicht davon! Das Gold hohlen wir uns zehnfach wieder und hinterlassen ihm noch einen kleinen Denkzettel den er nicht vergisst!" machte Kurgan seinem Ärger Luft. "Meine Rede" sagte Dakyras. "Wir werden heute nacht schön in dieses Haus einsteigen und sehn was dort alles zu holen ist, sowas lass ich nich mit mir machen. Aber vorerst sollten wir sehn das wir in unsere Herberge kommen, die Stadt wird in heller Auffuhr sein und der Tod von zwei Stadtwachen wird nicht unbemerkt bleiben. Wir sind wahrlich genug aufgefallen!"
Die beiden gingen über Schleichwege, Hinterhöfe und kleine Gassen zurück zu ihrer Herberge und umgingen so die Patrulien der Stadtwachen die seit dem kleinen Aufstand unterwegs wahren. Sie kammen unbehelligt an, gingen auf ihr Zimmer und warteten die Nacht ab.
Der Mond stand seit einigen Gongschlägen schon hoch am Firmament, und keine Menschen waren mehr auf den Straßen zu sehen.
"iiiek" Eine Ratte quietschte auf. "Verdammtes Mistvieh!" grunzte Kurgan. - "Sei still!" flüsterte Dakyras. "Du weckst noch alle Leute auf."
Dakyras Waylander war mit seiner schwarzen Kleidung in der Dunkelheit kaum zu sehen. Nur selten schimmerten die silbernen Linien auf den Waffen auf, doch ein zufälliger Beobachter hätte es nur schwerlich bemerken können. Kurgan hatte seine Rüstung abgelegt und trug nun nur ein dunkles Hemd, daß an der Hüfte etwas ausgebeult war, da dort ein dicker Verband angebracht war.
Sie standen am Haus des Hohepriesters und suchten nach einer Möglichkeit, hineinzukommen. Dakyras wies Kurgan auf ein geschlossenes Fenster im Obergeschoß hin. "Dort versuchen wir es."
Sie schnallten die Waffen auf den Rücken und postierten sich unter der besagten Stelle. Dakyras kletterte auf die Schultern seines Blutsbruders und machte sich an dem Fenster zu schaffen. Der Nordlandbarbar sah nicht, wie Dakyras die Laden geschickt mit einem kleinen Hebel öffnete, doch auf einmal waren seine Schultern wieder entlastet.
Kurgan ergriff die Hand des Freundes, die dieser ihm entgegen streckte, und hievte sich mit dessen Hilfe ebenfalls durch das Fenster hindurch. Es dauerte nur kurze Zeit, doch Dakyras war schweißüberströmt. Innerlich dachte er sich, daß der schwere Barbar beim nächsten mal wohl besser unten auf der Straße Wache halten sollte.
Doch da sie nun beide oben waren, besahen sie sich den Raum, in den sie hineingeklettert waren.
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